Am Sonntagnachmittag, 31. Mai 2026, bestritten Dani Jovanovic und Prenk Marki ihr vorläufig letztes Heimspiel als Trainer auf der Feldbreite. Beide dürfen mit Stolz auf eine bemerkenswerte und langjährige Trainerlaufbahn beim SC Emmen zurückblicken.
Eine beeindruckende Trainerreise
Dani Jovanovic startete seine Trainerkarriere im Jahr 2013 bei der Mannschaft Ec. Bereits damals mit dabei war Zinedin Mesic, ein schönes Detail, denn 13 Jahre später wird er erneut von Dani trainiert. Schon ein Jahr später wechselte Dani zu den D-Junioren, bevor er 2015 den Schritt in den 11er-Fussball zu den C-Junioren machte. Ab diesem Zeitpunkt blieb er dem Grossfeld treu.Verstärkung erhielt er 2018 durch Prenk Marki. Gemeinsam entwickelten sie ihre Teams kontinuierlich weiter und prägten eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Ein Höhepunkt war die Saison 2023/24 in der A Youth League, in der das Team sensationell den Wintermeistertitel holte.Nach dieser erfolgreichen Juniorenzeit standen Dani und Prenk vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Verbleib im Juniorenbereich oder der Schritt in den Aktivfussball mit der Neugründung des «Zwöi», um die entstandene Lücke im Verein zu schliessen. Nach Rücksprache mit dem Team entschieden sie sich bewusst für den Schritt in die 4. Liga. Einerseits, um die Entwicklung der Spieler weiterzuführen, andererseits, um dem Verein in einer herausfordernden Phase zu helfen. Dieses Engagement steht sinnbildlich für ihre Haltung, stets bereit, Verantwortung zu übernehmen und den SC Emmen zu unterstützen.
Unvergessliche Debutsaison und Aufstieg
Für ihre erste Aktivsaison 2024 stellten Dani und Prenk ein vielseitiges Team zusammen. Neben den eigenen A-Junioren stiessen auch erfahrene, oft ehemalige Emmer Spieler dazu. Dieser ausgewogene Mix erwies sich als richtig. Nach einer erwartungsgemäss durchzogenen Vorrunde setzte sich das Team im Winter ein klares Ziel, den Aufstieg. Mit einer beeindruckenden Entwicklung erreichte man die Aufstiegsspiele und sicherte sich im letzten Spiel mit dem entscheidenden Tor, das für die Tordifferenz notwendig war, den Aufstieg in die 3. Liga. Die darauffolgende Saison begann vielversprechend. Mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen, unter anderem gegen die Aufstiegsfavoriten SC Kriens II und FC Littau, setzte die Mannschaft früh ein Zeichen. Nach einer Phase der Konsolidierung im Mittelfeld konnte der Ligaerhalt drei Runden vor Schluss gesichert werden.
Der Schleifer und der Antreiber
Dani und Prenk ergänzten sich in ihrer Arbeit ideal. Dani als akribischer Schleifer, verantwortlich für Kondition und körperliche Stärke. Prenk als leidenschaftlicher Antreiber und kommunikative Stimme des Teams. Gemeinsam führten sie ihre Mannschaft durch unterschiedliche Phasen und standen stets an ihrer Seite, wenn sie gebraucht wurden. Ihr Führungsstil war klar, engagiert und nah am Team. Nun beginnt für beide ein neuer Lebensabschnitt, diesmal abseits des Fussballplatzes. Fast zeitgleich wurden Dani und Prenk Väter und haben sich entschieden, eine Pause einzulegen. Mit dem Wintermeistertitel im Juniorenbereich, dem Aufstieg in die 3. Liga und dem gesicherten Ligaerhalt hinterlassen sie ein stabiles und erfolgreiches Team. Der gesamte SC Emmen bedankt sich herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr grosses Engagement. Es ist kein Abschied für immer, sondern ein auf Wiedersehen.
Einmal Emmer, immer Emmer.
Marco Baumgartner übernimmt das «Zwöi»
Wie so oft beim SC Emmen kommt die neue Lösung aus den eigenen Reihen. Marco Baumgartner wird ab Sommer 2026 neuer Trainer des «Zwöi». Aktuell ist Marco Assistent der 1. Mannschaft und betreut seit zwei Jahren die Fördertrainings, in denen er die talentiertesten A- und B-Junioren weiterentwickelt. Einige dieser Spieler wird er künftig im «Zwöi» wieder antreffen, weitere werden dazustossen. Marco ist ein echter Ur-Emmer und bringt viel Leidenschaft für den Verein mit. Die ersten Gespräche mit den Spielern laufen bereits erfolgreich. Dies zeigt einmal mehr, dass sich nachhaltige Nachwuchsarbeit auszahlt. Der SC Emmen bleibt sich treu. Förderung aus den eigenen Reihen, Zusammenhalt und Identifikation mit dem Verein. Es spielt sich leichter, wenn man für das eigene Zuhause kämpft.